Das liebe Geld

Anfang des Jahres gab es ein großes Beziehungsdrama. Es ging, natürlich wie soll es auch anders sein, um das liebe Geld.

Wir teilen uns alle Konten. Schon seitdem wir zusammen gezogen sind. Für mich fühlt sich das so einfach richtig an. Alles geht in einen gemeinsamen Topf. Soviel zum einfachen Teil. Der schwierig Teil ist, wer nimmt wie viel und für was aus dem Topf wieder raus.

Ich bin Schwabe, mein Mann nicht. Das ist die kürzeste Umschreibung die mir dazu einfällt. Vielleicht ist es bei vielen Paaren anders herum. Da fragt sich der Mann, warum die Frau nun schon wieder neue Schuhe braucht. Ich dagegen denke wirklich sehr gut nach wofür ich mein Geld ausgebe. Essen, Gesundheit, meinen Hund und Medien. Alles andere ist nicht so wichtig.

Mein Mann dagegen ist von etwas begeistert und will es dann auch haben. Unser tatsächlicher Kontostand ist unwichtig. Zugegeben das kommt nicht mehr so oft vor wie in den ersten Jahren unserer Beziehung, aber wenn es soweit ist nervt er mich solang damit bis ich entweder ausraste, weine oder aufgebe.

Dabei hasse ich es gerade zu, wenn er sich einen Wunsch nicht erfüllen kann, weil es das Konto nicht hergibt. Ich würde es gerne möglich machen, dass er sich jeden Wunsch erfüllen kann. Es ist wirklich schlimm für mich diejenige zu sein die „Nein“ sagt. Richtig wütend werde ich nur deshalb, weil mein Mann mich über Tage hinweg immer wieder in die Position bringt, dass ich dieses „Nein“ aussprechen muss.

Mein Mann war richtig froh als ich mir letzte Woche für knapp 50 € mal was gegönnt habe. Heute hat er sich nun auch einen kleinen Wunsch erfüllt ganz ohne Konflikt. Eine Powerbank für sein Smartphone.

Ein Gedanke zu „Das liebe Geld

  1. Bei uns ist das umgekehrt. Wir arbeiten Beide, meine Frau verdient sogar noch etwas mehr als ich. Aber sie hat ein sauteures Hobby: Reiten. Es dauert eine Weile, bis man einerseits lernt, dass man Geld nicht mit ins Grab nehmen kann, und andererseits, dass man nicht jeder momentanen Begeisterung nachgeben muss.

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